Barrierefreiheit gemeinsam denken – auch für die Landesgartenschau 2029

Bei der jüngsten Sitzung der BIK – Barrierefreiheit in Kleve unter der Leitung von Sonja Lemm, Integrations- und Inklusionsbeauftragte der Stadt Kleve, standen wichtige Fragen rund um Inklusion und Barrierefreiheit im Mittelpunkt.

Zu Beginn stellten sich Fachkräfte aus den lokalen Netzwerken Inklusion vor: Monika Hoolmann von der Lebenshilfe sowie Carolyn Rutner und Frau Schuchert vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Kleve.

Im Anschluss durfte Rainer Hoymann, stellvertretender Vorsitzender, den Förderverein Landesgartenschau Kleve 2029 „Kleve blüht auf!“ vorstellen. Dabei ging es unter anderem um die Aufgaben und Abgrenzung zur LaGa gGmbH, das besondere Gelände mit seiner anspruchsvollen Topografie, die Förderbedingungen, flankierende Maßnahmen in der Innenstadt sowie unsere Teams und die neue Geschäftsstelle des Vereins am Spoyufer. 

Ein besonderer Schwerpunkt war die Frage: Wie kann die Landesgartenschau für möglichst viele Menschen erlebbar werden?

Eine vollständige Barrierefreiheit wird angesichts der besonderen Topografie des LaGa-Geländes nicht überall möglich sein. Umso wichtiger ist es, gemeinsam nach guten Lösungen zu suchen. Eine Idee, die im Gespräch aufkam, ist beispielsweise ein Shuttle-Service, der die beiden Geländebereiche – Kermisdahlbereich und Moritz- bzw. Kreispark – miteinander verbindet und so auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zu beiden Ebenen ermöglicht. Sehr erfreulich ist auch, dass die Lebenshilfe, die LaGa gGmbH und der Förderverein an der Ausbildung von Stadtführerinnen und Stadtführern arbeitet. Ziel ist es, Führungen künftig auch in einfacher Sprache anbieten zu können.

Vorgestellt wurde außerdem die Wheelmap, ein digitales Angebot, mit dem barrierefreie bzw. eingeschränkt zugängliche Orte nach einem Ampelsystem sichtbar gemacht werden. Ein spannendes Instrument, das auch für Kleve und die Landesgartenschau interessant sein könnte. Darüber hinaus wird derzeit an einem Leitfaden für bauliche Maßnahmen zur Berücksichtigung von Barrierefreiheit gearbeitet. Eingebunden sind unter anderem der ehrenamtliche Schwerbehindertenbeauftragte der Stadt Kleve, Georg Jansen, und Bernhard Klockhaus, Fachbereichsleiter Tiefbau. Damit besteht zugleich eine wichtige Verbindung zu den Planungen der LaGa. 

Für uns ist klar: Barrierefreiheit darf kein nachträglicher Prüfpunkt sein. Sie muss von Anfang an mitgedacht werden. Deshalb wurde die BIK und alle Interessierten ausdrücklich eingeladen, sich in das geplanten Team „Barrierefreiheit“ einzubringen.

Denn eine Landesgartenschau für alle entsteht nicht allein auf dem Reißbrett – sie entsteht im gemeinsamen Gespräch mit den Menschen, die Kleve kennen und wissen, wo es Barrieren gibt.

Wer Lust hat, mitzudenken, Ideen einzubringen oder mitzumachen, ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden.

Kleve blüht auf – gemeinsam schaffen, was bleibt.